Einsatz des KIT für die Wasserqualität in Südvietnam

  • Autor:

    Carola Mensch

    Johannes Wagner

  • Quelle:

    Presse-Service

  • Datum: 24.09.2020
  • Klimawandel und menschenbedingte Einflüsse bedrohen weltweit viele unterschiedliche Regionen. Im Fokus des Verbund-Projekts „ViWaT-Engineering“, an dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschftler des KIT federführend beteiligt sind, steht das Mekongdelta, eine für Vietnam wirtschaftlich sehr bedeutende Region. Denn in diesem Lebensraum, größer als Baden-Württemberg, sorgen private Brunnen und übermäßiger Gebrauch von Grundwasser dafür, dass der Grundwasserspiegel sinkt und sich das Land senkt. „Die Prozesse gehen einher mit zunehmender Versalzung der Oberflächengewässer und des Grundwassers“, so Nicolas Börsig vom Institut für Angewandte Geowissenschaften am KIT. Dadurch seien Verfügbarkeit und Qualität der vorhandenen Wasserressourcen gefährdet. Um zu erkennen, in welcher Tiefe Grundwasser von welcher Qualität vorhanden ist, wurde ein erster 235 Meter tiefer Grundwasserbrunnen für das Monitoring der Wasserqualität errichtet, weitere Bohrungen folgen. Mit den Ergebnissen des Projekts, an dem vier Institute des KIT neben lokalen Partnern involviert sind, lassen sich nachhaltige Strategien, Konzepte und technische Maßnahmen angehen, um der negativen Entwicklung entgegenzuwirken. Weitere Informationen: www.viwat.info. (jwa)

     

    Bohrung eines Grundwasserbrunnens in der Ca Mau Provinz, Vietnam (Foto: Tran Viet Hoan, KIT)

    Bildunterschrift: Bohrung eines Grundwasserbrunnens in der Ca Mau Provinz, Vietnam (Foto: Tran Viet Hoan, KIT)

     

     

    Hochschulgruppe: Hyerloop geht an den Start

     

    Von München nach Hamburg in 45 Minuten? Das könnte eines Tages möglich sein – wenn die Vorstellung von mu-zero HYPERLOOP Wirklichkeit wird. Die Studierenden der neu gegründeten Hochschulgruppe am KIT folgen dabei den Spuren des SpaceX-Gründers Elon Musk. Dieser stellte 2013 das Konzept für das Hochgeschwindigkeitstransportmittel vor. „Der Hyperloop besteht aus einem Röhrensystem, in dem Teilvakuum herrscht“, erklärt Olaf Dünkel, einer der beiden Initiatoren. „Durch die Röhren gleiten mit Passagieren besetzte Kapseln. Aufgrund des geringen Luftwiderstands können diese enorm hohe Geschwindigkeiten erreichen.“ Das Konzept vereine die Vorteile verschiedener Mobilitätssysteme. „Der Hyperloop erreicht in Theorie die gleichen Geschwindigkeiten wie ein Flugzeug. Da die Röhren jedoch durch Pfeiler gestützt auf dem Boden installiert sind, spart das System die Zeit und die Energie, welche für das Erreichen der Flughöhe nötig wäre. Damit ist der Hyperloop viel effizienter.“ Zusammen mit Studierenden aller Fächer will das Team von mu-zero HYPERLOOP verschiedenen Fragen nachgehen. „Wir wollen herausfinden, ob ein Hyperloop wirklich realisierbar und ökonomisch ist“, so Dünkel. Das erste Ziel sei der Bau eines etwa 1,5 Meter langen Prototypen einer Passagierkapsel. „Unser Fokus liegt zunächst auf dem Antrieb und dem Schwebekonzept der Kapsel“, erklärt Mitgründer Leonhard Döring. Mit dem fertigen Prototypen wollen die Studierenden im kommenden Jahr an einem internationalen Wettbewerb teilnehmen. Inhaltlich wird die neue Hochschulgruppe von verschiedenen Instituten des KIT unterstützt. Zudem steht das Team in engem Kontakt mit Unternehmen aus der Industrie. Die beiden Gründer wollen mu-zero HYPERLOOP dauerhaft am KIT einrichten. Weitre Informationen: www.mu-zero.de. (cme)

     

     

    Schülerstudium Mathematik am KIT

     

    Im Wintersemester 2020/2021 besteht für besonders begabte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, am KIT reguläre Vorlesungen aus dem Mathematikstudium zu besuchen. Mathematische „Überfliegerinnen und Überflieger“ ab Klassenstufe 10 können so die Wahl des Studienfaches vor Beginn des eigentlichen Studiums testen, selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen frühzeitig üben und bei erfolgreich bestandenen Prüfungen die spätere Studienzeit verkürzen. Eine Informationsveranstaltung findet am 29.09.2020 um 17 Uhr im Kollegiengebäude Mathematik am Campus Süd des KIT statt (Englerstraße 2, Gebäude 20.30). Weitere Informationen unter https://www.math.kit.edu/didaktik/seite/schuelerstudium/de.