Digitalisierung für die Erdsystemforschung
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Autor:
Aileen Seebauer
Margarete Lehné
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Quelle:
Presse-Service
- Datum: 17.09.2020
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Jeden Tag sammeln Forscherinnen und Forscher riesige Datenmengen über unseren Planeten. Doch die Verarbeitung dieser Daten stößt zunehmend an ihre Grenzen. Das Projekt „Digital Earth“, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht Helmholtz-Zentren zusammenarbeiten, entwickelt Methoden, um Daten aus der geo- und umweltwissenschaftlichen Forschung zusammenzuführen und effizient zu analysieren. Das KIT ist mit dem Institut für Wasser und Gewässerentwicklung (IWG) sowie dem Institut für Meteorologie und Klimaforschung (IMK) beteiligt, das die Aktivitäten des KIT innerhalb des Projekts koordiniert. „Der Schwerpunkt unserer Beiträge liegt dabei in den sogenannten Show Cases. In diesen bringen wir unsere Expertise in der Messung, Modellierung und Datenanalyse von atmosphärischen und hydrologischen Größen ein und helfen so entscheidend mit, die entwickelten Methoden auf ihre Tauglichkeit zu überprüfen“, erklärt Roland Ruhnke, Koordinator von Digital Earth am KIT. Das IMK entwickelte im Projekt unlängst eine Technologie zur Regenmessung mit dem Mobilfunknetz: Aus den niederschlagsbedingten Abschwächungen der Funkverbindungen generiert das Team hoch aufgelöste Regenkarten, wie sie etwa zur Hochwasserfrühwarnung oder in der Landwirtschaft benötigt werden. Der Einsatz der auf Methoden der Künstlichen Intelligenz basierenden Technologie ist unter anderem im westafrikanischen Burkina Faso geplant. Für den vorbildhaften Einsatz für die Digitalisierung wurde „Digital Earth“ nun bei den Digital Leader Awards in der Kategorie Gesellschaft mit dem Sonderpreis für Digital Science ausgezeichnet. Es ist das erste Projekt aus dem Bereich der öffentlich geförderten Forschung, das diesen Preis erhält. Weitere Informationen: https://www.digitalearth-hgf.de/de (clu)
Umfrage für Forschungsprojekt „Grüne Lunge“Städtische Bäume und Wälder prägen das Straßenbild und erhöhen die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner. Der fortschreitende Klimawandel, die Urbanisierung sowie neue Schädlinge und Krankheiten schwächen jedoch die Bäume, sodass es zu einem Rückgang der Wälder kommen kann. Wie man diesen Gefahren im städtischen Raum am besten begegnen kann, untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des KIT im Projekt „Grüne Lunge“. In einer aktuellen Umfrage wollen sie nun von den Bewohnerinnen und Bewohnern von Karlsruhe und Rheinstetten wissen, was Bäume und Wälder genau für sie bedeuten. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie und wo sie städtischen und stadtnahen Wald nutzen und wertschätzen. Mit den Ergebnissen der Studie leisten die Forscherinnen und Forscher einen Beitrag, Bäume und Wälder in Karlsruhe und Rheinstetten auch in Zukunft nachhaltig und bedarfsorientiert zu gestalten. Die Umfrage ist noch bis zum 26. September sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch verfügbar, die Bearbeitung dauert etwa 15 Minuten. Ausfüllen kann man sie online am Handy, Tablet oder Computer. Die Teilnahme ist freiwillig und erfolgt anonym. Weitere Informationen und Umfrage unter https://app.maptionnaire.com/de/8957/ (ase)
Klimaschutz und Nachhaltigkeit: ITAS for Future digital„Die Forderung vieler Menschen nach schnelleren und umfassenden Maßnahmen zum Klimaschutz hat auch während der Corona-Pandemie nicht an Dringlichkeit verloren“, unterstreicht der Physiker und Philosoph Armin Grunwald, der am KIT das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) leitet. „Wir als Forschende wollen dieses Engagement gerade auch in dieser schwierigen Zeit unterstützen, indem wir unser Wissen zur Verfügung stellen und so unserem Auftrag zur ‚Gesellschaftsberatung‘ nachkommen.“ Themen wie die nachhaltige Mobilität und Ernährung, die Energiewende, die Gestaltung lebenswerter Städte und Alternativen zur erdölbasierten Wirtschaft widmet das ITAS deshalb einen – virtuellen – Tag der offenen Tür, bei dem sich alle Interessierten direkt mit den Expertinnen und Experten austauschen können. Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben den ganzen Tag über die Möglichkeit, verschiedene virtuelle Räume zu unterschiedlichen Themen zu besuchen. „ITAS for Future“ findet erstmals in digitaler Form am Donnerstag, 24. September 2020, von 9 bis 17 Uhr, statt. Die Zugangsdaten und das vollständige Programm der Veranstaltung werden rechtzeitig unter www.itas.kit.edu/itasforfuture veröffentlicht. (le)
Diskussionsveranstaltung: Wie wird Corona unseren Alltag verändern?
Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Isolation und Abgrenzung: Die Corona-Pandemie lässt sich aus vielen Perspektiven betrachten und betrifft sämtliche Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens. Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise? Was können wir aus früheren Pandemien lernen? Und wie wird es weitergehen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die Veranstaltung „Back to normal? Wie wird Corona unseren Alltag verändern?“, zu der die Heidelberger Akademie der Wissenschaften in Kooperation mit dem KIT und der Stadt Karlsruhe einlädt. Expertinnen und Experten aus Medizin, Politik, Wirtschaftswissenschaften und Psychologie diskutieren und debattieren in Form einer „Unterhausdebatte“ mit dem Publikum über die vielen mit der Pandemie verbundenen Aspekte. Auf dem Podium sitzen Oberbürgermeister Frank Mentrup, der Virologe Hans-Georg Kräusslich, die Psychologin Sabina Pauen, der Historiker Bernd Schneidmüller und der Wirtschaftswissenschaftler Ernst-Ludwig von Thadden. Die Veranstaltung moderiert Markus Brock. Sie findet am Montag, den 28. September 2020 um 18:00 Uhr im Südwerk, dem Bürgerzentrum der Südstadt statt (Henriette-Obermüller-Straße 10, 76137 Karlsruhe). Die Veranstaltung wird coronagerecht mit einer begrenzten Teilnehmeranzahl von 160 Personen und den vorgegebenen Hygienerichtlinien durchgeführt. Interessierte können sich unter hadw@hadw-bw.de informieren und anmelden. Der Eintritt ist frei. (ase)